Freitag, 12. Dezember 2014

Rezension: Nicht menschlich Inc. von Stephanie Linnhe

Heute schon wieder Bookshouse... Ich habe in letzter Zeit einfach zu viele von deren Büchern gelesen... Diesmal ein witziges und unterhaltsames Jugend-Fantasy Buch.

Nicht menschlich Inc. von Stephanie Linnhe

Liebe Grüße,
Eure Insi

Vergebene Sterne: 4 von 5





(c) Bookshouse, www.bookshouse.de





Kaufbar zum Beispiel bei:

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Preis: 5,49 € / 15,99 €


Der Klappentext:


Endlich ein neuer Job! Was ein Anlass zur Freude sein sollte, bereitet Nala di Lorenzo Kopfzerbrechen. Von einer Firma namens Adamant Bunch Marketing hat sie noch nie gehört, geschweige denn hat sie sich dort beworben. Man will sie an einer verlassenen Straßenecke abholen …

Trotz aller Bedenken wartet sie am Montagmorgen am verabredeten Treffpunkt. Ihr Herz schlägt schneller, als Desmond auftaucht. Ihr neuer Kollege ist nicht nur unverschämt attraktiv, sondern führt sie auch noch durch ein rot schimmerndes Portal.
Nala findet sich in der Parallelwelt LaBrock wieder. Ehe sie sich von dem Schock erholen kann, nimmt ihre Arbeit sie völlig in Beschlag. Sie soll überprüfen, ob die Krankmeldungen echt sind. Gar nicht so einfach, wenn kaum jemand ein Mensch zu sein scheint – oder das Verschwinden einer Person so viele Fragen aufwirft, dass sie denen einfach nachgehen muss. Anvertrauen kann sie sich nur Desmond. Oder etwa nicht? Schnell wird klar: Auf keinen Fall sollte sie sich hier in Dinge einmischen, die sie nichts angehen, oder sich gar verlieben …


Der Stil:


Locker, unterhaltsam, klar. Eben genau so, wie ich es mir von einem Jugendbucherwarte. Die Geschichte wird aus Nalas Perspektive geschrieben und der Schreibstil passt in meinen Augen gut zu einer 21-Jährigen, die manchmal ein wenig verwirrt durchs Leben läuft. Absolut authentisch schildert sie die Welt durch Nalas Augen.

Stephanie Linnhe schreibt sehr kurzweilig und unterhaltsam. Ihr Humorund ihre Anspielungen auf Arbeitskultur und Stereotypen der Arbeitswelt haben mich so einige Male schmunzeln lassen.


Die Charaktere:


Nala ist mir von Anfang an sympathisch. Sie ist ein bisschen, schusselig, ein bisschen tollpatschig und will eigentlich nur eins: einen Job haben – um dann über kurz oder lang der Fürsorge ihres Koch-verrückten Vaters entkommen zu können. Die Situation und die eher ablehnenden Gefühle, die durch die Fragerei ihrer Familie und Freunde kann ich gut nachempfinden.

Sie ist nicht auf den Kopf gefallen, dafür aber manchmal auf den Mund. Ihr fällt im rechten Moment nichte in, was sie sagen soll. Dafür plappert sie manchmal Dinge aus, die sie besser für sich halten sollte und nimmt ab und ein Fettnäpfchen mit. Damit kann sich vermutlich jeder, der sich noch an seine Teenagerzeit und die Anfang-20er erinnert sicherlich hineinversetzen.

Man kauft ihr ab, dass sie überfordert ist mit dem, was so um sie rum passiert. Aber genau so kann man ihren Ehrgeiz sich da durchzubeißen nachvollziehen und begleitet sie daher gerne durch die Welt von LaBrock.

Die übrigen Charaktere sind alle etwas kürzer beschrieben, was ich aber überhaupt nicht schlimm finde. Man bekommt von Desmond und Stacey einen guten ersten Eindruck, wie sie so ticken und drauf sind. Ich denke und hoffe, die beiden in den folgenden Bänden noch besser kennen zu lernen.

Insgesamt werden keine typischen „Rassenklischees“ bedient, wie man es vielleicht in einem Fantasy-Roman erwartet. Vielmehr sind viele verschiedene Typen an Arbeitskollegen vertreten. Sie sind alle ein wenig überspitzt gezeichnet – aber keinesfalls böse oder zu klischeehaft, sondern einfach unterhaltsam.

 

Die Story:


Stephanie Linnhe hat eine verrückte Welt geschaffen, mit Flugkäfern als Transportmittel zwischen den Welten, Ober- und Unterteufeln, Kobolden, Dämonen und so einigem anderen, was da sicher noch kommt. Diese Welt ist – abgesehen von ein paar übermenschlichen Eigenschaften sowie Regeln und Konventionen, die erstere so mit sich bringen – unserer sehr ähnlich.

Ich finde es angenehm erfrischend mal wieder ein Jugendbuch im Fantasybereich zu lesen, das ohne große Romanze auskommt. Klar spielen auch Nalas Hormone verrückt, da es da einen heißen Hausmeister gibt. Aber die Geschichte zwischen ihr Desmond läuft mehr im Hintergrund mit.

Im Mittelpunkt steht die Erzählung, wie sich Nala in dieser anderen Welt und ihrem ungewöhnlichen Job versucht zurecht zu finden. Und damit auch die Detektivarbeit und das „Verbrechen“ das sie aufklären will.

Das ist alles fesselnd geschrieben und es fällt leicht am Ball zu bleiben. Man weiß nicht schon von Anfang an, wie es ausgehen wird und liest immer weiter um herauszufinden, was denn jetzt wirklich passiert ist.

Einziger Kritikpunkt: Ein kleiner, loser Handlungsstrang. Es wird leider nie so ganz aufgelöst, was mit Nalas Vorgänger passiert ist. Man kann es sich zwar denken, aber trotzdem… ;)


Fazit:


Skurril, witzig kurzweilig, humorvoll. Einfach gute Unterhaltung. Für jeden Freund von Jugendbüchern eine absolute Leseempfehlung. Voll verdiente 4-Sterne.

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