Samstag, 31. Januar 2015

Rezension: Honigkäfer von July Cullen

Und nochmal „Hallo“,

ich mache direkt weiter mit der nächsten Rezi für die Bookshouse Challenge und der zweiten Nebenaufgabe „Lese ein Buch mit nur einem Wort als Titel“. Ebenfalls ein Buch, das schon lange auf meinem SuB liegt. Irgendwie wird die Challenge meine ganz persönliche SuB-Abbau-Challenge, habe ich das Gefühl. ;D

Honigkäfer war nicht ganz das, was ich erwartet habe. Aber auch nicht schlecht.

Sterne: 3,5/5






 



(c) Bookshouse, www.bookshouse.de
Kaufbar zum Beispiel bei:
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oder
Amazon (Print & .mobi-Format)

Preis: 5,99 € / 14,99 €


Klappentext:


Frankreich 1684. Die 18-jährige Jeanne Clevaux wird auf dem Weg nach Cassis entführt und in ein einsam gelegenes Herrenhaus verschleppt. Der gut aussehende Balthasar verlangt von ihr Gehorsam. Sie soll akzeptieren, dass sie als Bettgefährtin für ihn und seine beiden Brüder, den charismatischen Lucien und den temperamentvollen Victor, herhalten muss. Ungeahnt heiße Nächte mit dominanten wie magischen Sexspielen treiben ihr die Röte ins Gesicht. Schon bald spürt Jeanne, dass die drei ein düsteres Geheimnis umgibt, das ihre Neugier weiter schürt. Ihre verwirrenden Gefühle für den arroganten Balthasar machen es ihr immer schwerer, ihre sorgsam vorbereiteten Fluchtpläne zu realisieren …


Der Stil:


Der Stil ist leider genau der Punkt, der mich bei diesem Buch ein wenig enttäuscht hat. Honigkäfer wird als „Historischer erotischer Roman“ deklariert. Von einem historischen Roman erwarte ich, dass der Stil sich an die jeweilige Epoche anpasst, in der die Geschichte spielt. Das ist hier leider nicht der Fall. Aber das bedeutet nicht, dass Honigkäfer schlecht geschrieben ist.

Die erotischen Szenen sind sehr ansprechend und niveauvoll geschrieben. Trotz der Fülle wird es nicht langweilig, die Beschreibungen wiederholen sich nur wenig.


Die Story:


Die Idee mit den drei Brüdern, die eindeutig nicht menschlich sind finde ich gelungen. Allerdings kommt sie ein wenig zu kurz, wie ich finde. Sie blitzt zwischendrin immer mal wieder auf, in verschiedenen Dingen, die Jeanne bemerkt. Aufgelöst wird alles erst auf den letzten Seiten. Ein klein wenig mehr Handlung zwischen den erotischen Szenen hätte ich mir manchmal gewünscht.

Davon, dass die Geschichte im 17. Jahrhundert spielt, merkt man kaum etwas. Abgesehen von ein paar kleinen Details könnte das Ganze auch in einer beliebigen anderen Zeit spielen.

Sehr interessant fand ich auch die Idee, dass Jeanne zunächst allen drei Brüdern zu Diensten ist und mit jedem von ihnen eine ganz andere sexuelle Erfahrung macht, da die drei nicht nur in Ihrem Charakter an sich, sondern auch in Bezug auf ihre Vorlieben im Bett kaum unterschiedlicher sein könnten. Das trägt dazu bei, dass es nicht langweilig wird und der viele Sex nicht nervig ist.


Die Charaktere:


Am besten lernt der Leser Jeanne und Balthasar kennen. Auch wenn das Geschehen stets aus der 3. Perspektive miterlebt wird, sieht und hört der Leser nur das, was Jeanne mitbekommt. Der Fokus liegt auf ihren Gedanken und ihrem Empfinden. Trotzdem konnte ich keinen rechten Zugang zu ihr finden. Sie ist sehr sprunghaft und ihr Verhalten nur sehr bedingt nachvollziehbar.

In Balthasar, seinen inneren Kampf, konnte ich mich dafür sehr viel besser hineinversetzen.


Fazit:


Honigkäfer entsprach nicht ganz meinen Vorstellungen, der erwartete historische Teil war leider nicht wirklich vorhanden. Trotzdem ein sehr anregender Roman. Den nächsten Teilen bin ich nicht abgeneigt.

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