Samstag, 31. Januar 2015

Rezension: In Licht und Dunkelheit von Leonie Lastella

Hallöchen zusammen,

hier also meine erste Rezi für die Bookshouse Lesechallenge.

Mit „In Licht und Dunkelheit“ von Leonie Lastella erfülle ich auch gleich die erste Nebenaufgabe im Januar: Lese ein Buch aus dem Jahr 2013. Das Buch lag schon lange auf meinem SuB – böser Fehler. ;)

Sterne: 5/5









(c) Bookshouse, www.bookshouse.de

Kaufbar zum Beispiel bei:
Bookshouse (E-Book, alle Formate)
oder
Amazon (Print & .mobi-Format)

Preis: 3,49 € / 12,99 €


Der Klappentext: 


„Ich möchte mir vorstellen, wie es wäre, wenn der Tod uns nicht getrennt hätte …“

Lucas' und Lillys Beziehung ist einzigartig. Das ändert sich auch dann nicht, als Lilly stirbt. Das Band zwischen ihnen bleibt bestehen, nur ist ihre Liebe jetzt wie ein Schatten, der Lucas Leben verdunkelt.
Als Lucas fast an dieser Verbindung zerbricht, beschließt er, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen, um das schmerzhafte Band zu lösen. Doch auch der humanitäre Einsatz in Afrika schafft es nicht, seine Trauer zu durchbrechen. Als er Julia kennenlernt, muss Lucas sich endgültig entscheiden, ob er bereit ist, für die Liebe seines Lebens mit der Vergangenheit abzuschließen. Kann er Lilly im Stich lassen, obwohl es sich so anfühlt, als wäre sie immer noch bei ihm?


Der Stil:


Leonie Lastella schreibt sehr ruhig und klar, dabei aber sehr berührend. Mit diesem tollen Stil fesselt sie den Leser zart und lässt ihn an dem Geschehen teilhaben. Dabei liegt die auktarielle Perspektive meist auf Lucas. Zwischendrin gibt es immer wieder Passagen, in denen wir das erlebte aus Lillys Sicht geschildert haben und lesen, wie sie das erlebte verarbeitet.


Die Story:


Die Story beginnt gleich hochemotional, sie startet direkt mit dem Unfall bei dem Lucas Lilly verliert. Das alles sehen wir aus Lillys Sicht, die das Geschehen noch einmal Revue passieren lässt.

Zu Beginn ist die Geschichte mit dem Haupthandlungsstrang immer wieder von Rückblenden unterbrochen. In diesen Rückblicken zu gemeinsamen Erlebnissen von Lucas und Lilly erfährt man viel über ihre gemeinsame Vergangenheit, ihre Beziehung und das Vderhältnis der beiden zu der Familie von Lucas, insbesondere seinem Vater und seinem Bruder Tylor erfährt. Diese werden im Verlauf weniger, aber hören nicht so abrupt auf, dass man sich wundert oder sie vermisst. Sie sind sehr gut eingearbeitet.

In den Passagen aus Lillys Sicht wird klar, dass ihr Geist an Lucas gebunden ist. Sie versucht immer wieder ihn zu erreichen, was ihr kaum gelingt.

Der Fokus der Story liegt auf der Entwicklung von Lucas, der lernen muss ohne Lilly klar zu kommen. Es geht darum, wie er seinen Verlust verarbeitet und sich nach und nach wieder zu einem normalen Leben zurück kämpft und lernt, wieder zu lieben. Lilly muss ebenfalls lernen Lucas loszulassen, den sie zwar noch sehen aber nicht mehr erreichen kann.

Die Geschichte hat mich immer wieder wirklich berührend und ich hatte nicht nur an einer Stelle Tränen in den Augen. Besonders toll fand ich auch den Epilog.


Die Charaktere:


Wie erwähnt begleiten wir Leser vor allem Lucas. Seine Trauer und seine Verzweiflung sind immer wieder spürbar und greifbar. Auch wenn ich ihn manchmal wegen seiner Sturheit zurechtweisen will, kann ich sein Verhalten und seine Entscheidungen immer nachvollziehen, seine inneren Kämpfe spüren. Durch das Buch hinweg macht er eine starke Entwicklung durch. Aus dem sturen, verletzten Jungen wird ein erwachsener Mann, der lernt Verantwortung zu übernehmen und über seinen Schatten zu springen. Seine Figur ist toll ausgearbeitet.

Genau wie die von Lilly. Ihre emotionale Entwicklung erleben wir nur indirekt mit. Ihre Passagen sind mehr Momentaufnahmen, von dem was sie gerade fühlt und wie sie die Entwicklungen sieht. Ihre viele Gedanken, die wir erfahren, machen es leicht ihre Gefühle und die Veränderung in ihr nachvollziehen zu können.

Julia fand ich gleich sehr sympathisch, sie bleibt ein bisschen blass, aber das ist nicht schlimm. Sie verhält sich nachvollziehbar und ich hatte teilweise wirklich Mitleid mit ihr und war froh nicht in ihrer Haut zu stecken. Ich bewundere es, wie sie um Lucas kämpft und versucht gegen Lilly zu bestehen.


Fazit:


Ein wundervoller und berührender Roman über Verlust, Liebe und Familie. Ein bisschen bereue ich, es nicht schon vorher gelesen zu haben.

Ich kann es nur jedem ans Herz legen, der Liebesgeschichten mag - unbedingt lesen! Da steckt so viel mehr drin, als das, wie ich finde ein wenig unscheinbare, Cover vermuten lässt.

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