Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension: Schüssel mit Sprung von Angelika Lauriel

Ein weiteres Buch von meinem SuB. Ich wollte es schon lange mal lesen und jetzt hat es auch noch zu einer der Nebenaufgaben gepasst. Ich habe die Protagonistin gleich ins Herz geschlossen.

Teil 2 ist vor kurzem erschienen und steht schon auf meiner WuLi. :)

Sterne: 4/5












(c) Bookshouse, www.bookshouse.de

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Preis: 4,99 € / 12,99 €





Der Klappentext:


Welch eine Hiobsbotschaft: Sanne, glücklich verheiratete Mutter zweier Kinder, muss für drei Wochen die Schwiegereltern aufnehmen, weil deren Haus renoviert wird. Ex-Schuldirektor Matthias plant alles generalstabsmäßig durch und reagiert auf Unvorhergesehenes nervös, während Rosemi ihren Putzfimmel in vollen Zügen auslebt. Beide Eigenschaften liegen der künstlerisch arbeitenden Sanne nicht sehr. Wirklich kritisch wird es, als ihr Mann Axel plötzlich auf Geschäftsreise muss. Wie soll sie bloß zwischen den Hardcore-Alpinisten, ihrer eifersüchtigen Mutter und den meuternden Kindern heil hindurchnavigieren?
Das Chaos wächst, weil ihr ein arbeitsreicher Illustrationsauftrag erteilt wird. Unter solchen Umständen kann sie unmöglich auch noch Hausputz machen.
Als ein Unfall Sanne zu ein paar Tagen Ruhe im Alpiklinikum zwingt, denkt sie zuerst an einen Segen, wäre da nicht ihre Jugendliebe, die nun auch noch ihre Gefühlswelt auf den Kopf stellt. Ist Kai der edle Ritter, der zu ihrer Rettung aus dem Durcheinander eilt?


Der Stil:


Angelika Lauriel schreibt locker-leicht, kurzweilig und unterhaltsam. Trotzdem habe ich habe ein paar wenige Seiten gebraucht, um mich mit dem Stil anzufreunden, dafür ließ es sich danach umso flüssiger lesen.

Geschrieben ist "Schüssel mit Sprung" aus Sannes Sicht. Sie hat einen sympathischen Humor, mit dem nicht nur die Situation geschildert, sondern vor allem auch ihre inneren Monologe gespickt sind. Die haben mir immer wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert.

Ein kleiner, netter Auszug dazu:
"Ich träume von einem grün gestreiften Schweinchen und einem Löwen, die in High-Tech-Wanderschuhen Walzer tanzen und dabei allerlei Zeug aus dem Weg kicken."


Die Charaktere:

Die Figuren von Angelika Lauriel sind - wenn auch ein wenig überspitzt typisiert dargestellt - absolut authentisch. Genau wie ich es von einem solchen Roman erwarte.

In Sanne kann ich mich einfach gut hineinversetzten und in einigen Situationen auch wiederfinden. Ich bin ähnlich chaotisch, im privaten manchmal unorganisiert und kann mich beim Lesen so total in einer anderen Welt verlieren, wie Sanne es beim Malen tut. Sie ist einfach liebevolles Chaos.

Mit Axel konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, Ich finde er könnte Sanne ruhig ein bisschen mehr unterstützen... Frauensolidarität! ;D

Im Verlauf der Geschichte zeigt sich, dass jede der handelnden Personen so ihre eigene Leiche im Keller hat. Das macht sie irgendwie alle ein bisschen menschlicher und normaler, sorgt für zusätzliche Erheiterung.


Die Story:


Als Ihre Schwiegereltern sich ankündigen tut Sanne mit wirklich ein bisschen leid. Die Schwiegermutter hat einen Ordnungsfimmel und der Schwiegervater hat ebenfalls seine ganz eigen, sehr spezielle Art: ein "Ober"lehrer außer Dienst, der es gewohnt ist, dass alles nach seiner Nase tanzt. Trotz allem sind sie  auf ihre Art Liebenswert.
Die 3 Wochen mit den beiden werden nicht nur durch die Anwesenheit der beiden für Sanne. Dazu kommt noch der ganz normale Wahnsinn des Alltags mit Kindern, die ebene ab und an Probleme machen. Ein paar verschwundene Illustrationen, ein kaputter Fuß. Probleme mit dem eigenen Mann und dem Verdacht, dass dieser untreu sein könnte. Und dann taucht plötzlich noch ein alter und sehr attraktiver Freund auf.

Auch wenn das alles ein bisschen viel auf einmal zu sein scheint haben die einzelnen Ereignisse ihren Platz in der Geschichte, greifen logisch und sinnvoll ineinander. Ein Ereignis jagt das nächste und macht das Buch zusätzlich kurzweilig. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.


Mein Fazit;


Eine liebenswerte Protagonistin, deren Leben sie manchmal an den Rand der Verzweiflung zu bringen scheint, die aber alle Probleme irgendwie meistert.
Ein Buch das mich wunderbar unterhalten hat. Vermutlich finde ich es noch besser, wenn ich es irgendwann nochmal lese, wenn ich selbst ein paar Jahre älter bin und selbst Familie habe.




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