Montag, 23. Februar 2015

Rezension: Vollkommen von Patricia Rabs

Hallöchen,

ich habe es endlich geschafft meine Rezi für Vollkommen fertig zu machen. Ich habe das Buch schon Anfang Januar gelesen, aber irgendwie bin ich lange nicht dazu gekommen, meine Notizen und Gedanken auszuformulieren.

Aufmerksam geworden bin ich durch eine Blogtour, bei der ich Lesezeichen und einen Einstufungsbescheid gewonnen habe.

Liebe Grüße,
eure Insi

Vergebene Sterne: 4/5!






(c) Impress/ www.carlsen.de

Kaufbar nur als eBook, zum Beispiel bei:
Carlsen (ePub)
oder
Amazon (.mobi)

Seiten: 382

Preis: 3,99 €






Der Klappentext:


Sie haben sich in einer streng regulierten Idealgesellschaft den besten Platz erobert: Die Familie der 17-jährigen Teresa Evans gehört zu den Privilegierten, die in Mitte wohnen dürfen. Ihr Blut wird seit Generationen als so wertvoll eingestuft, dass sie es spenden und dafür besser leben können. Doch mit Teresa kommt die Wende, sie hat die Einstufung zur Blutspende nicht bestanden. Wegen ihr könnten sie jederzeit in die Armutswelt der Randbezirke abgeschoben werden. Dorthin, wo auch Lukas wohnt. Der Junge, mit dem Teresa als Privilegierte niemals zusammen sein dürfte und der jetzt ihr einziges Licht im Dunkeln ist. Doch gerade Lukas besteht als Erster seines Stammbaums die Einstufung und gehört plötzlich zu den Privilegierten…


Der Stil:


Der Stil ist zu Beginn sehr nüchtern, neutral und emotionslos. Aber das ist gut und genau richtig. Denn es spiegelt sehr gut, das Innere von Teresa wieder. Aus ihrer Sicht erleben wir die Geschichte. Mit den Veränderungen, die Teresa durchlebt, ändert sich auch der Stil, er wird ein bisschen weniger nüchtern, wirklich emotional wird es aber nicht.


Die Charaktere:


Wie schon angedeutet ist Teresa recht emotionslos. Allerdings sind das alle Menschen in der Welt die Patricia Rabs mit Vollkommen geschaffen hat. Viel mehr möchte ich nicht sagen, da das der Story zu viel vorweg greifen würde.

Teresa taut im Lauf der Geschichte etwas auf. Allerdings finde ich auch später keinen rechten Zugang zu ihr und ihrer Gefühlswelt, wodurch ich auch die Funken zwischen ihr und Lucas nicht wirklich spüren kann. Sie verhält sich sehr ich-bezogen und denkt nur an sich, nicht an die anderen. Manchmal ist sie mir einfach viel zu egoistisch.

Sie bleibt immer recht ruhig und in sich gekehrt, kommt nicht so wirklich aus sich heraus. Manchmal hätte ich sie gerne geschüttelt um ein paar Emotionen aus ihr heraus zu locken.

Zu den übrigen Figuren erfahren wir teilweise mehr, teilweise weniger Hintergründe. Mit Lucas bin ich nicht so recht warm geworden. Dafür war mir Carter wirklich sympathisch.


Die Story:


Da Vollkommen aus Teresas Sicht geschrieben ist lernt der Leser die emotionslose und gefühlskalte Welt, in der sie lebt erst nach und nach kennen. Genau wie Teresa erst nach und nach mehr entdeckt und erfährt, wird erkennbar, was tatsächlich hinter dem System steckt.

Zu Beginn habe ich mir zwar mehr Infos gewünscht, aber nicht, weil ich sie brauche. Die Story hat mich schon nach wenigen Seiten total gefesselt und ich wollte genau wie Teresa irgendwann nur noch verstehen. Vollkommen ist unglaublich spannend geschrieben und nimmt immer wieder Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, die aber schlüssig sind.

Patricia Rabs hat eine faszinierende Welt geschaffen, die sehr gut durchdacht und ausgearbeitet ist, sowohl das Setting als auch die gesellschaftlichen Strukturen. Beim Lesen hatte ich ständig ein klares Bild vor Augen, von Teresas Umgebung, den Menschen.

Die Atmosphäre ist fast durchgehend bedrückend und düster. Mich hat das nicht weiter gestört. Aber ich habe auch aufgrund anderer Rezensionen damit gerechnet. Es hat irgendwie gepasst.


Mein Fazit:


Vollkommen konnte mich wirklich fesseln, auch wenn ich mit den Charakteren nicht so ganz warm geworden bin. Die ganze Gesellschaft, die Patricia Rabs geschaffen hat ist sehr gut durchdacht. Ein bedrückendes System, das man sich aber irgendwie so vorstellen kann. Den nächsten Teil werde ich definitiv lesen.

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