Montag, 18. Mai 2015

Leseeindrücke: Impress-Mini-Marathon

Halli hallo,

wer meiner Facebookseite folgt hat vielleicht gesehen, dass ich übers lange Wochenende einen kleinen Impress-Marathon gestartet habe. Geplant war ein Buch pro Tag – geschafft hab ich dann leider doch nur drei:

https://www.carlsen.de/impress
  • Zum Glück gibt’s die Liebe – Lillian Band 1 von Felicitas Brandt
  • Zwischen Schnee und Ebenholz von Ann-Kathrin Wolf
  • Seth – Als die Sterne fielen von Christine Millmann
 
So unterschiedlich die Bücher auch waren, mir haben sie alle gefallen!
Hier schon mal ein paar Worte – ausführliche Rezis folgen noch. :)



Gestartet bin ich mit der Fantasy-Liebesgeschichte „Zum Glück gibt’s die Liebe“. Das Buch habe ich bei der Release-Aktion von Felicitas Brandt zu ihrem 3. Teil gewonnen. Dort durfte ich an einem spannenden Test teilnehmen, um herauszufinden, welches Wesen in einem Steckt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lillian Takoda – ein Mädchen ohne richtiges zu Hause. Seit sie klein ist zieht sie mit Freunden ihrer toten Eltern immer wieder um. Sie flüchten vor einer Bedrohung, die Lillian nicht so greifen kann. Bis sie nach Summerville kommt hat es ihr nie viel ausgemacht, schon nach kurzer Zeit wieder umzuziehen. Aber bisher war sie auch noch nie verliebt. Als sie Luca kennenlernt will sie so gar nicht mehr aus Summerville fort. Doch dann spitzen sich die Ereignisse zu…

Ich habe die ersten paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte hinein zu kommen und mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Aber dann wollte ich gar nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Die Spannung wird durch das ganze Buch hinweg aufrechterhalten. Zum einen durch die Lillians Vergangenheit, ihre Familiären Hintergründe und die permanente Bedrohung durch einen dem Leser unbekannten Gegner. Und zum anderen durch die Liebesgeschichte zwischen Lillian und Luca.

Ich werde definitiv weiterlesen! :)



Mit der Märchenadaption „Zwischen Schnee und Ebenholz" ging es gleich weiter. In der Geschichte tauchen ein paar Märchen auf, das wichtigste ist aber eindeutig Schneewittchen.

Alexandra – Schneewittchen – White ist eher ruhig und zurückhaltend, hat sie doch nicht gerade viele Freunde und wird in der Schule gemobbt. Sie lebt bei ihrer Großmutter, einer Märchenerzählerin und verbringt viel Zeit mit dem Zeichnen oder ihrer aufgedrehten Freundin Lilly. Doch plötzlich geschehen seltsame Dinge. Ihre Träume hinterlassen Spuren in der Wirklichkeit und gleich drei „Neue“ tauchen an ihrer Schule auf: der gutaussehende Referendar William Grimm und die unnatürlich attraktiven Zwillinge Lukas und Gabrielle. All das ergibt Alex‘ ganz eigenes Märchen, das weit weniger märchenhaft und mit mehr Problemen gespickt ist als sie es sich erträumt hat.

Ein in meinen Augen flüssiger Schreibstil hat mich hier gleich gefesselt und die Seiten auf denen sich die Story in einem guten Tempo entwickelte flogen zu Beginn nur so dahin. Leider kippt das ganze irgendwann und das „große Finale“ zog sich für meinen Geschmack viel zu sehr in die Länge. Das Ende finde ich dann wieder gelungen – es deutet auf eine Fortsetzung hin, die gut eingeleitet wird.

Ob ich weiterlese? Mal schauen. Aber ich denke schon. Die Idee die darin steckt finde ich einfach viel zu gut. :)



Zum Abschluss gab‘s dann deutlich schwerere Kost. Und selbst wenn ich mehr Zeit zum Lesen gehabt hätte, ich glaube nach „Seth – Als die Sterne fielen“ hätte ich erst mal eine Pause gebraucht.

In „Seth“ steht das Ende der Welt wie wir sie kennen unmittelbar bevor. Seth ist ein Asteroid, der in naher Zukunft die Erde in eine Eiszeit stürzen wird. Um einen frühzeitigen totalen Zusammenbruch der Gesellschaft zu verhindern vertuscht die Regierung das bevorstehende Unglück während sie im geheimen an Biosphären arbeitet, in der ein paar ausgewählte Menschen überleben können. Die Protagonistin Mariam ist eine dieser ausgewählten Personen und muss sich damit schon nach wenigen verliebten Tagen von ihrem Freund Chris verabschieden. Er und seine Familie können nicht in die Biosphäre ziehen.

Christine Millmann hat einen tollen, sehr klaren und schnörkellosen Schreibstil, der perfekt zum Setting der Geschichte passt. Sie schafft es, dass diese bedrückende und beklemmende Atmosphäre voll Angst, Wut und Verzweiflung bei mir zu Hause ankommt. Sie führt immer wieder vor Augen, dass wir uns in solchen Situationen immer selbst am nächsten sind und zeigt, zu was verzweifelte Menschen in der Lage sind - manchmal hätte ich gerne die Augen davor verschlossen. Der Spannungsbogen hat im kompletten Buch eine hohe Intensität und ich musste mich immer wieder zwingen, keine Passagen zu überspringen, weil ich nicht warten konnte was passiert. Ich habe die Geschichte von Chris und Mariam und die Gefühle, die sie in mir wach gerufen hat, tatsächlich mit ins Bett genommen. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Auch wenn es eine runde Sache ist, würde ich gerne erfahren wie es mit den beiden weitergeht. Hört „Seth“ doch da auf, wo viele Dystopien erst beginnen…



Kennt ihr eines der Bücher? Wie hat es euch gefallen?
 

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