Freitag, 4. März 2016

Rezension: Liebe außer Kontrolle! von Bärbel Muschiol

Hi ihr Lieben,

hier meine Meinung zu "Liebe außer Kontrolle" ich habe das Buch gewonnen und bin ehrlich gesagt verdammt froh, keinen Cent dafür ausgegeben zu haben. Es konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Leider konnte es mich nicht überzeugen.
Hinzu kommt ein - in meinen Augen - für Umfang und Qualität völlig überzogener Preis. Von einem Kauf kann ich nur abraten.

LG, Insi



Sterne: 1 von 5



neues Cover







(c) klarant http://www.klarant-verlag.de


Kaufbar nur als eBook, zum Beispiel bei:

Amazon (.mobi-Format)

Seiten: 103

Preis: 3,99 €



altes Cover


Der Klappentext
 

Miri vergnügt sich in feuchten Tagträumen mit ihrem neuen Nachbarn Mark, einem Tätowierer. Ihr Verlangen lässt sie handeln: Miri vereinbart mit Mark einen Termin in seinem Tattoo-Studio, mit Reizwäsche und nackter Haut verführt sie ihn zu einem heißen Kuss, der heftige Begierde bei beiden auslöst. Dies ist der Beginn einer leidenschaftlichen Beziehung, die ihnen fast die Besinnung raubt, ihre Körper treiben sie zu ungeahnten Höhepunkten. Doch unerwartet kommt Liebe ins Spiel, Miri ist plötzlich schwanger…


Der Stil
 

Der Stil ist flüssig, und in der Wortwahl an sich sehr klar und schnörkellos. Trotzdem werden aber so einige Sätze auf - in meinen Augen überflüssige - Beschreibungen verwendet.
In den knutsch-Szenen schwenkt das ganze. Da ist mir das manchmal einfach to much. Sorry. Aber wenn ich "er plünderte meinen Mund", "er teilte meine Venusblüte" und ähnliches lese möchte ich wegrennen. :(

Die Figuren an sich haben eine manchmal sehr derbe Ausdrucksweise. Das ist authentisch, aber leider nicht mein Fall.

Die erotischen Szenen sind teilweise direkt und passend zu Miris Ausdrucksweise etwas derb beschrieben (leider so gar nicht mein Fall) - teilweise kommen dann aber wieder ein paar umschreibende oder blumige Formulierungen. Das passt so gar nicht zusammen.
Und überhaupt es zieht sich. Da wiederholen sich Infos und Beschreibungen, die die Passage nur weiter ausdehnen. Da will sich bei mir beim lesen nicht das kleinste kribbeln einstellen.

Auch ansonsten sind die Liebesszenen nicht abwechslungsreich. Nachdem man die erste hinter sich hat, kommt in den nächsten nicht viel neues. Auch wenn die beiden verschiedene Hilfsmittel einsetzen liest es sich irgendwann ausgelutscht und noch langweiliger als zu Beginn.

Irritierend fand ich zuweilen die kommasetzung. Auch wenn ich da wahrlich kein Experte bin - so manches Mal war die definitiv falsch. Hinzu kommt der ein oder andere Schreibfehler, der mir aufgefallen ist.


Die Charaktere


Miri gehört zu der Sorte Mensch die ich nicht mag - sie ist irgendwie derb und muss scheinbar jedes intime Detail mit ihren Freundinnen teilen. Zumindest ist das eine Seite an ihr. Eigentlich soll sie unsicher, schüchtern, zurückhaltend und ein romantisch veranlagten Mädchen sein, das Stolz & Vorurteil auswendig kann sein.

Die Autorin schafft es allerdings überhaupt nicht, mir diese brave Seite oder überhaupt die Figur glaubhaft nah zu bringen. Sie kann außerdem alles und fast nichts bringt sie aus der Ruhe. Oder sie regt sich gleich ab. Aber auf der anderen Seite ist sie was manches angeht total weltfremd. Informiert nicht die Polizei, als bei ihr randaliert wird - weils angeblich eh nix bringt. Und beim Frauenarzt ist sie überrascht, dass der Umtraschall nicht nur durch die Bauchdecke gemacht wird - war die mit ihren fast 30 noch nie bei einer normalen Untersuchung dort? Geht die da sonst immer nur hin um sich zu unterhalten?

Marc ist (natürlich!) in jeder Hinsicht perfekt. Er sieht so gut aus, dass jede Frau ihn neidisch anschaut. Er ist der perfekte Gentleman und Familienvater, der nur den Eindruck erweckt, als sei er ein Bad Boy.
Oh, und sobald er erregt ist kann er nur noch knurren. Aber das macht nichts - das Knurren ist ebenfalls so toll, dass es Miri "direkt ins Höschen fährt.


Die Story


Für meinen Geschmack ist die Story selbst für einen erotischen Roman zu flach:
Miri ist gerade über ihren Ex hinweg und sabbert dem neuen Nachbarn nach. Der findet sie selbstverständlich auch heiß und geht sie ziemlich direkt und nicht zimperlich an - obwohl sie äußerlich eher ein "braves-Mädchen-mit-Büchercafé"-Image pflegt. Innerlich ist sie aber total versaut und will hart rangenommen werden.

Obwohl beide bis zum Tag, an dem das Buch beginnt, sich wohl regelmäßig gesehen haben, sich aber wenig zu sagen hatten, fallen sie nun permanent übereinander her.

Außerdem ist mir das alles zu einfach, alles läuft glatt - Miri kann alles, Marc auch und irgendwie ist immer Friede-Freude-Eierkuchen. Ein paar Unfälle oder Ereignisse- wenn auch nicht neu oder einfallsreich - könnten für ein bisschen Spannung sorgen. Allerdings ist eine halbe Seite später das Problem gelöst und alles in Butter. Gähn!


Mein Fazit


Durchschnittlicher Schreibstil, langweilige erotische Szenen, lahme Story, übertrieben perfekte Figuren - eine Mischung die alles andere als überzeugend ist.
Und was der Titel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, habe ich bisher nicht herausgefunden.
Den Preis finde ich - verglichen mit anderen Kurzgeschichten - zu hoch. Zumal sich noch einige Fehler darin finden - bei dem Preis erwarte ich ein besseres Korrektorat.





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