Donnerstag, 30. Juli 2015

Rezension: Land oder Liebe von Britta Orlowski

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich wieder einen Orlowski für euch. Im März hab ich euch ja schon von meiner „Beziehung“ zu Ihrer St. Elwine-Reihe erzählt. Klar, dass auch der im Mai erschienene Roman „Land oder Liebe“ auf meinem Reader eingezogen ist.
Wie auch ihre anderen Bücher ist der Roman recht umfangreich, und hat mir einige angenehme Lesestunden beschert.

einen schönen Donnerstagabend noch,
eure Insi

Vergebene Sterne: 5/5










(c) Bookshouse, www.bookshouse.de

Kaufbar zum Beispiel bei:

Amazon (Print & .mobi-Format)

Seiten: 431

Preis: 6,49 € / 14,99 €






Der Klappentext:


Am liebsten würde Tina alle Probleme weit von sich schieben. Dumm nur, dass sie alleinerziehende Mutter von drei Kindern ist.
Eine Landpartie führt sie geradewegs nach Bützer, einem kleinen, aber hübschen Kaff an der Havel. Dort wird ein heruntergekommener Vierseitenhof zum Verkauf angeboten. Rasch steht fest: Sie wird aufs Land ziehen und sich ihren lang gehegten Traum von einem Mehrgenerationenhaus erfüllen. Das ist jedoch schwieriger als erwartet. Tinas Kinder leisten Widerstand und auch mit den Schrullen des Vorbesitzers hat sie nicht gerechnet. Den Mann mit seinem Machogehabe, den schwarzen Klamotten und dem albernen Tuch um den Kopf kann sie nicht recht einschätzen. Sein finsterer Blick geht ihr unter die Haut und insgeheim nennt sie ihn Prinz Eisenherz. Besser, sie interessiert sich nicht weiter für den Kerl und konzentriert sich lieber auf ihr Ziel, bald eine Familie der besonderen Art zu haben.


Der Stil:


Britta Orlowski schreibt auch hier wieder wunderbar flüssig und hat mich schnell in die Geschichte eingesaugt, ich blätterte Seite um Seite um, ohne zu bemerken, wie die Zeit verfliegt. Sie schreibt Szenen die mich schmunzeln lassen, zum Zittern bringen und trifft auch immer wieder die leisen Töne, die einen emotional berühren.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus den Perspektiven von Tina und Jakob erzählt, wobei immer recht schnell ersichtlich ist, wer gerade am Zug ist. Die Story schließt nach einem Perspektivwechsel entweder nahtlos oder mit einem kleinen Zeitsprung an. Dadurch hält die Geschichte ihr angenehmes Erzähltempo und wird nicht durch überflüssige Wiederholungen der Geschehnisse gebremst.

Auch in „Land oder Liebe“ schafft es Britta Orlowski trotz leichten Schreibstil ernste Themen einzubinden und so aufzubereiten, dass man beim Lesen den ein oder anderen Denkanstoß erhält. Das mag ich. Ebenso wie die Tatsache, dass alles sehr gut recherchiert ist, was sich immer wieder an Details erkennen lässt.


Die Charaktere:


Man merkt, dass viel Liebe in den einzelnen Figuren steckt. Nahezu jeder Charakter erhält durch kleine Details einen gewissen Tiefgang und lässt mich mit einer ungefähren Vorstellung vom Wesen der Person zurück. Wobei hier – positiv –  anzumerken ist, dass sie mich das ein oder andere Mal aufs Glatteis geführt hat. Oft steckt mehr hinter den Verhaltensweisen und Eigenheiten der Figuren, als man auf den ersten Blick glaubt. Aber das macht sie umso authentischer.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir die kleine Josi, Tinas Tochter. Ganz 5-jährige plappert sie immer munter genau das aus, was ihr durch den Kopf geht. Britta Orlowski trifft dabei immer genau den richtigen Ton. Genau wie bei den beiden größeren, pubertierenden Teenagern.
Aber auch die beiden Hauptfiguren haben mir gut gefallen. Vor allem Jakob. Für den Leser ist zwar relativ schnell klar, welches Päckchen er zu tragen hat. Aber gerade vor diesem Hintergrund ist seine Veränderung spannend zu beobachten.

Tina war mir sehr sympathisch, aber so ganz schlau bin ich nicht aus ihr geworden. Auch wenn im Buch irgendwann erklärt wird, warum sie immer sehr gestylt ist, ist es in Zusammenhang mit ihrer Art und ihrem beruflichen Hintergrund keine so ganz runde Sache. Irgendwas hat mir dabei gefehlt.
Die weiteren Nebenfiguren sind ebenfalls durch und durch liebenswert und interessant gestaltet. Insbesondere Zarah und Cosima haben es mir angetan.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht noch den geheimnisvollen und gefährlichen dritten Erzähler erwähnen. Die Auflösung wer diese Person ist, erfolgt erst ganz zum Schluss, das Buch bietet währenddessen doch einigen Raum zum Spekulieren, was Spannung erzeugt.


Die Story:


„Land oder Liebe“ ist eine tolle Liebesgeschichte, bei der die beiden Protagonisten ein paar Hürden zu nehmen haben. Die Geschichte, wie die beiden sich kennenlernen und wie sie dann zusammenfinden ist aber mal ein bisschen was anderes.

Ich finde die Idee mit dem Mehrgenerationenhaus toll, die Britta Orlowski hier aufzieht. Die Entwicklung dieser ungewöhnlichen trägt durch das Buch und hat mich gefesselt. Die Geschichte wird hauptsächlich durch die Figuren getragen, die vor dem Hintergrund des Hofkaufs und der Familiengründung interagieren und versuchen, die verschiedenen Verwicklungen zu lösen.


Mein Fazit:


Wer St. Elwine mag wird „Land oder Liebe“ lieben. Es ist eine tolle Liebesgeschichte mit guten Denkanstößen. Ich kann es ganz ohne Bedenken empfehlen. Schnappt euch das Buch und setzt euch nach draußen damit. Es lässt sich am Besten in der Natur genießen, da diese für Hauptfigur Jakob einen großen Stellenwert hat.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank, für deinen Kommentar. Ich freu mich über jede Rückmeldung.