Freitag, 27. Mai 2016

Kurzrezi: Highway 16 - Nicole Lischewski

Hey!

Schön, dass ihr an Tag 3 meiner SiebenVerlagstage vorbei schaut!

Heute mache ich mit Highway 16 mal einen Ausflug in ein anderes Genre. "Inspiriert" dazu hat mich die Challenge "1 Jahr - 40 Bücher", genauer Aufgabe 19 von Licentia: "Lies ein Buch mit der Zahl 16 im Titel"

Sterne vergebe ich an dieser Stelle nicht. Da es nicht so ganz mein Genre ist, was ich aber schon vorher wusste, fänd ich das doof.












(c) SiebenVerlag, www.sieben-verlag.de/

Kaufbar als eBook und Print

Seiten: 316

Preis: 6,99 € / 12,90 €





Klappentext:


Der Albtraum einer Mutter ist wahr geworden: Ankes Tochter ist verschwunden. Die Suche in den undurchdringlichen Weiten Kanadas erscheint aussichtslos. Auch ein indianisches Mädchen wird vermisst. Gibt es einen Zusammenhang?
Mit der Indianerin Flora folgt Anke den Spuren in die nebelverhangenen Wälder der Westküste. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.

Der Roman spielt vor realem Hintergrund: Mindestens achtzehn Frauen sind am Highway 16 verschwunden.


Meine Meinung:


Natürlich bin ich mit ein bisschen Skepsis an das Buch heran gegangen, war dann aber recht schnell positiv vom Schreibstil überrascht. Locker und flüssig schreibt Nicole Lischewski und macht mir damit den Einstieg in Geschichte und Genre leicht. Gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Umgebung, vor allem von der Landschaft aber auch von einzelnen Szenen hatte ich oft klare Bilder vor Augen.

Sowohl mit Anke als auch Flora konnte ich mich schnell anfreunden und mich gut in sie hineinversetzen, habe mit beiden gebibbert.

Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven: Anke, Flora, Ankes Ex-Mann Peter, Leonie, der Seargent, der Bösewicht... So zahlreich wie die Perspektiven sind auch die verschiedenen Handlungsstränge, die sich durch das Buch ziehen. Immer wieder berühren sich diese Handlungsstränge - aber nicht immer so, wie ich es beim Lesen vielleicht erwartet habe. Ständig gab es wieder ein überraschendes Element, das mich doch wieder von der vermeintlichen Lösung weggebracht hat.

Der Thriller ist nicht sonderlich blutig, was mir als Nicht-Thriller-Leserin mehr als Recht ist. Dafür ist das ganze eher auf psychischer Ebene Belastend: die Ungewissheit und Selbstvorwürfe der Mütter, Peters Kampf mit sich selbst und seinem Boss, Drohungen eines Unbekannten an Anke, Leonies Situation, die kranken Gedanken des Täters.
Das alles ergibt eine spannende Mischung.

Ich denke also, dass es durchaus ein guter Thriller ist. Trotzdem hat dass Buch wieder gezeigt, dass es einfach nicht mein Genre ist. Ich kann dem Hineinversetzen in die kranken Gedankengänge mancher Menschen einfach nichts abgewinnen. Auch wenn es sicher realistisch ist, zumal sich insbesondere bei den Szenen aus Sicht des Täters auch der Schreibstil der Persönlichkeit der Figur angepasst hat. Irgendwie mag ich mich einfach nicht damit auseinandersetzen, dass es so kranke Menschen gibt.


Leseempfehlung?


Ich glaube, wenn man das Genre mag, könnte einem das Buch gefallen - aber eine "fachmännische" Meinung kann ich hierzu wirklich nicht abgeben.




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