Donnerstag, 30. Juni 2016

Kurzrezi: Tinman von Moni Kaspers

 ... und weiter geht's mit der nächsten. :D

Tinman ist ebenfalls wieder eine lockere, leichte Liebesgeschichte, die sich also - genau wie Herz über in die Kissen, das ich euch eben vorgestellt habe - als Sommerurlaubs-Buch eignet.


Vergebene Sterne: 3,5/5












(c) SiebenVerlag, www.sieben-verlag.de/

Kaufbar als eBook und Print
Seiten: 300

Preis: 6,99 € / 12,90 €





Klappentext:


Samantha steht vor dem größten Abenteuer ihres Lebens. Sie folgt ihrem Verlobten in die USA, wo sie sich gemeinsam eine neue Existenz aufbauen und heiraten wollen. Doch als Sam in Amerika ankommt, scheint ihr Verlobter wie ausgewechselt. Ihre Begegnung mit dem Cowboy Luke "Tinman" Brannigan tut ihr Übriges, um ihre Welt und ihre Gefühle komplett auf den Kopf zu stellen.

Man nennt ihn Tinman, den Mann ohne Herz, und es ist ihm egal. Für Luke hat es schon lange nichts mehr gegeben, wofür sich ein Herzschlag noch lohnen würde. Doch als er Samantha begegnet, ändert sich etwas in ihm. Aber hat ihre aufkeimende Freundschaft, und vor allem die aufflackernde Leidenschaft, überhaupt eine Chance?


Meine Meinung:


Moni Kaspers entführt uns an der Seite von Protagonistin Samantha auf eine Farm in die USA, genauer gesagt nach Wyoming. Die Ereignisse werden Großteils aus Samanthas Perspektive geschildert, teilweise aber auch aus der von Luke „Tinman“ Brannigan. Dabei überzeugt die Autorin mit einem flüssigen Schreibstil, der die Kapitel und Seiten verfliegen lässt.

Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Gedicht – sowas mag ich eigentlich super gerne. Nur leider waren die Gedichte nicht so ganz mein Ding.

Sam überzeugt mich von Anfang an durch ihre positive Einstellung und Ausstrahlung. Sie ist ein sehr liebenswürdiger Mensch, der immer versucht das richtige zu tun. Ich hätte mir aber manchmal ein bisschen mehr Stärke bei ihr gewünscht. Vor allem gegenüber Tim, der sich zu einem immer unangenehmeren Typen entwickelt. Abgesehen davon erfährt man aber kaum etwas über sie oder ihre Vergangenheit.

Tim war nicht nur deswegen nicht so mein Fall. Ich konnte seine Entwicklung nicht wirklich nachvollziehen. Auch am Schluss macht er gefühlt nochmal eine 180 Grad Wendung, die nicht zu der Person passt zu der er im Laufe des Buches wurde.

Tinman ist ein eigenbrötlerischer Cowboy mit vielen Problemen und Altlasten. Er ist mir durchaus ein bisschen ans Herz gewachsen. Die Auflösung, was in seiner Vergangenheit wirklich passiert ist, hat aber in meinen Augen leider nicht zu dem Eindruck gepasst, den ich durch die vielen Andeutungen im Text gewonnen hatte. Das hat mich schon gestört, weil es nicht unbedingt ein stimmiges Bild zwischen Geschehnissen, Erinnerungen, Träumen und Tinmans Verhalten erzeugt hat.

Die Nebenfiguren bleiben alle insgesamt eher blass.

Die Story an sich hält 1-2 Überraschungen bereit, aber plätschert ansonsten eher vor sich hin. Die Szenen zwischen Luke und Sam haben mir gut gefallen, hier gab es viele Abwechslungsreiche, schöne Szenen, die einfach gut in das Cowboy-Setting passen.


Leseempfehlung?


Insgesamt hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe und damit auch Nähe zu den Figuren gewünscht, die manches für mich vielleicht nachvollziehbarer gemacht hätten. Trotz all der Kritik ist Tinman in meinen Augen kein schlechtes Buch. Ich hatte Spaß beim Lesen und hatte es, wie gesagt, sehr schnell gelesen.










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