Freitag, 30. Dezember 2016

Kurzrezi: Last Chance 1 von Mara Breiter

Bleiben wir noch einen Moment länger bei den Liebesgeschichten ganz ohne Fantasyelemente. 
Das Buch habe ich im Rahmen einer Blogtour kennengelernt. Ich war schon durch das Cover (Ich liebe Pusteblumen!) darauf aufmerksam geworden. Nach der Blogtour habe ich es mir dann gekauft und recht bald gelesen.













(c) Carlsen, www.carlsen.de

Kaufbar als eBook

Seiten: 370

Preis: 3,99 €


 Seifenblasen:





Klappentext:


Eine neue Wohnung, ein neues Leben. Als Antonia in ihre erste eigene Bleibe zieht, scheinen ihr alle Möglichkeiten des Lebens unendlich nah und unendlich greifbar zu sein. Aber dann trifft sie auf ihren Balkonnachbarn Matze und nichts ist mehr, wie es war. Matze und Antonia. Sie sind wie Licht und Dunkelheit, Zeit und Raum, Osten und Westen. Unterschiedlicher könnten zwei Menschen gar nicht sein und doch sind sie ohne den anderen bedeutungslos, nicht existent. Als sich ausgerechnet die Schatten ihrer beider Vergangenheit zwischen sie stellen, liegt es ganz allein bei ihnen, ihr Leben zu entwirren und ihre Chance zu ergreifen. Aber nichts ist so einfach, wie es aussieht…


Meine Meinung:


Mara Breiter hat einen sehr ruhigen Schreibstil, der geprägt ist von vielen Beschreibungen. Während der Stil zu beginn noch etwas unausgereift wirkt, ist durch das Buch hinweg eine deutliche Steigerung erkennbar.

Antonia ist eine eher außergewöhnliche Protagonistin. Sie hat einen Sprachfehler, durch den sie es im Leben oft nicht leicht hat, da sie sich nicht ausdrücken kann, da ihr einfach keine Worte aus dem Mund kommen wollen. Ihre Gefühle diesbezüglich und wie sie mit dieser Einschränkung umgeht fand ich sehr gut dargestellt, und es hat mir geholfen einen gewissen Draht zur Protagonistin zu bekommen, da ich mich gut in sie hineinfühlen konnte. Grundsätzlich ist sie eine eher ruhige und zurückhaltende Person und war mir nicht unsympathisch.

Allerdings gab es auch einiges, was mich gestört hat. Antonia ist so tollpatschig, dass es absolut übertrieben und unauthentisch wirkt. Sorry, aber das war mir einfach zu viel und irgendwann waren ihre Unfälle einfach nur noch nervig.
Das bringt mich zum nächsten Punkt den ich unglaubwürdig fand: Ihren Job. Sie kann nicht mit Fremden sprechen, ist unfassbar tollpatschig aber arbeitet in einer Bar. Das passt einfach nicht zusammen. Auch wenn es Erklärungsansätze im Buch gab, diese konnten mich null überzeugen.

Matze war irgendwie auch nicht so ganz mein Fall. Ich fand es toll, wie er sich immer wieder um Antonia gekümmert hat. Aber sein Verhalten war mir einfach zu schitzophren. Der ist ja launiger als jede Frau. Das wechselte von abweisender Kälte zu verweichlichtem Jungen. Auch dafür gab es Erklärungen, aber auch hier waren mir die Charakterzüge in die verschiedenen Richtungen einfach zu extrem um ein überzeugendes Gesamtbild zu bekommen.

Die Story an sich dreht sich eigentlich nur um die Beziehung der beiden Protagonisten - wie sie sich kennenlernen, sich immer wieder über den Weg laufen, Interesse aneinander haben und irgendwann ganz zart anfangen einander zu vertrauen.
Insgesamt passiert so nicht viel und der Schwerpunkt liegt auf den Beschreibungen der Situationen und auf Antonias Gedanken und Gefühlen dazu.

Leider war das auch gar nicht so richtig was für mich. Aufgrund des grade zu beginn holprigen Stils und der Tatsache, dass ich keinen rechten Draht zu den Protagonisten bekommen habe, war ich oft eher gelangweilt, habe manche Absätze mehr überflogen in der Hoffnung, dass wieder etwas passiert.


Mein Fazit:


"Last Chance" war nicht mein Fall und hat meine Erwartungen eher enttäuscht. Sowohl Schreibstil als auch Charaktere und Handlung konnten mich nicht überzeugen. Daher habe ich mich auch dagegen entschieden den zweiten Teil dieser Dilogie zu lesen.
Aber ich kann auch nicht sagen, dass ich das Buch einfach schlecht fand. Es gab Stellen und Teile die ich mochte, und ich kann auch nachvollziehen, dass es anderen gefällt.







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