Dienstag, 30. Mai 2017

Kurzrezi: Dicionum 1 - Du darfst dich nicht verlieben von Vivien Summer

Gerade frisch beendet habe ich Dicionum von Vivien Summer.
Dazu läuft gerade auch noch die Leserunde auf Lovelybooks, in die ich mich eingeklinkt hab.

Dicionum ist der 1. Teil einer Trilogie. Alle Teile sind seit Mai bei Carlsen / Impress erschienen





Klappentext:


**Wenn das gesamte Schicksal der Menschheit auf deinen Schultern lastet**


»Die Macht sei der Gedanke, erfüllt von Magie. Die Macht sei die Acht, erfüllt von Ewigkeit.« Das sind die Worte, die Katie nicht mehr in ihr altes Leben zurücklassen und sie jeden Tag daran erinnern, dass sie anders ist. Zusammen mit elf anderen Jugendlichen soll sie die Menschheit von Armut, Hunger und Krieg befreien, allerdings hat sie Zweifel. Die Prophezeiung, die ganz allein ihr zugeordnet ist, stimmt nicht mit der Realität überein. Was soll sie tun? Wem kann sie vertrauen? Wirklich willkommen scheint sie im Dicio-Kreis nämlich nicht zu sein, erst recht nicht von Will Fairchild, der ihr sein Missfallen bei jeder Gelegenheit unter die Nase reibt. Doch für Katie ist klar, dass nur Will derjenige ist, der ihr helfen kann.


Meine Meinung:


Vivien Summer hat einen angenehmen, schnörkellosen Schreibstil. Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin Katie geschrieben und die Ausdrucksweise passt an sich gut zu ihrer Figur.

Leider konnte ich aber zu Katie so gar keine Verbindung aufbauen. Sie ist für mich relativ blass geblieben und ich habe wenig über sie als Person und auch ihrer Vergangenheit erfahren.

Auch Will ist mir nicht sonderlich ans Herz gewachsen. Er legt ein etwas schizophrenes Verhalten an den Tag, das in irgendwelchen Geschehnissen der Vergangenheit begründet liegt / liegen muss. Allerdings kann man sich dazu im Verlauf des ersten Teils nur ein wenig zusammenreimen, was sein Verhalten aber nach wie vor nur bedingt nachvollziehbar macht.

Die übrigen Figuren sind teils sympathisch, teils nicht, bleiben aber durchweg eher blass und wirken in ihren Rollen teilweise überzeichnet: Chloé die Oberschnäpfe die ständig nur zickt und stänkert, Alistair der scheinbar komplett durchgedrehte, manische Alte...

Zur Story an sich kann ich gar nicht viel sagen. Nicht um nicht zu spoilern, sondern weil schlicht nicht wirklich etwas passiert. Der Verlauf ist geprägt von vielen Fragen, die aufgeworfen aber nicht beantwortet werden. Leider bringt das für mich ab einem gewissen Punkt leider keine Spannung mehr sondern bewirkt eher ein Augenrollen.
Die Geschichte hangelt sich von Andeutung einer Figur zur Andeutung einer anderen und Katie steht dazwischen, erhält keinerlei Antworten warum sie vom Dicio-Kreis denn nun wirklich entführt wurde oder was der Kreis denn nun ist, und stellt auch irgendwann keine Fragen mehr und nimmt es einfach hin.

Gerade als irgendwann ein bisschen Schwung in das ganze kommt und man das Gefühl hat, dass man nun endlich ein paar Antworten bekommt, ist doch wieder Ende damit und es werden neue Fragen aufgeworfen.

Insgesamt ist das Buch also geprägt von Geheimnissen, die sich dem Leser nicht erschließen, die aber das Handeln nahezu aller Figuren bestimmen. Das ist mir leider viel zu undurchsichtig.

Mein Fazit:


Dicionum 1 konnte mich leider nicht überzeugen. Dank des flüssigen Schreibstils lässt sich das Buch gut lesen. Aber die oberflächlichen Figuren mit ihrem nicht nachvollziehbaren Verhandeln sowie die vielen ungeklärten Fragen haben mich dafür eher genervt. Für meinen Geschmack passiert einfach zu wenig und auch ohne die beiden Folgebände zu kennen, glaube ich, dass man die Geschichte auch gut und gerne mit weniger hin und her hätte in 2 Bänden erzählen können.






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